11.11.2019: Mozambique – Quo vadis? Gespräch mit Paula Monjane, Berlin

11.11.2019: Mozambique – Quo vadis? Gespräch mit Paula Monjane, Berlin

BERLINER AFRIKAKREIS

Liebe Afrikainteressierte, hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA e.V.) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein

Mozambique – Quo vadis? Gespräch mit Paula Monjane 

Montag, 11. November 2019, 19:00 bis 20:30 Uhr  Afrikahaus, Bochumer Str. 25, 10555 Berlin-Moabit (U-Bahn Turmstraße) 

Sprecher: 

  • Paula Monjane (Executive Director Centro de Aprendizagem e  Capacitação da Sociedade Civil, CESC)  
  • Dr. Judith Vorrath  (Forschungsgruppe Sicherheitspolitik, Stiftung  Wissenschaft und Politik) 

 Moderation: Andreas Baumert (INISA e.V.) 

Programm: Einladung--Afrikakreis_Mosambik-Quo-vadis_v2_11.11.2019.pdf

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. 

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26.09.2019: Promoting Good Governance in Africa, Berlin

26.09.2019: Promoting Good Governance in Africa, Berlin

BERLINER AFRIKAKREIS

Liebe Afrikainteressierte,

hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA e.V.) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein

Promoting Good Governance in Africa – Three Popular Misconceptions

Donnerstag, 26. September 2019, 19:00 bis 20:45 Uhr Afrikahaus, Bochumer Str. 25, 10555 Berlin-Moabit (U-Bahn Turmstraße)

Sprecher:

  • Dr. Malte Lierl (Research Fellow, GIGA Institute of African Affairs, Hamburg)
  • Christoph Rauh (Leiter Unterabteilung 20 – Afrika, BMZ)

Moderation: Dr. Sebastian Seedorf (INISA e.V.)

Download Programm: Einladung-Afrikakreis_GoodGovernance_26.09.2019.pdf

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21.06.2019: Flucht und Migration nach Südafrika, Berlin

21.06.2019: Flucht und Migration nach Südafrika, Berlin

BERLINER AFRIKAKREIS

Liebe Afrikainteressierte,

hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA e.V.) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein

Flucht und Migration nach Südafrika Buchvorstellung und Diskussion

Freitag, 21. Juni 2019, 19:00 bis 20:30 Uhr Afrikahaus, Bochumer Str. 25, 10555 Berlin-Moabit (U-Bahn Turmstraße)

Sprecher:

  • Dr. Rita Schäfer (Autorin des Buches „Migration und Neubeginn in Südafrika“ (Frankfurt a.M. 2019) und freiberufliche Wissenschaftlerin)
  • Dr. Lutz van Dijk (Historiker, Autor und Mitbegründer eines Township-Kinderprojekts bei Kapstadt)

Moderation: Frank Gries (INISA e.V.)Einladung-Afrikakreis_SA-Migration_21.06.201_20190518-054318_1.pdf

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20.05.2019: Die zukünftige Afrikapolitik Deutschlands, Berlin

20.05.2019: Die zukünftige Afrikapolitik Deutschlands, Berlin

BERLINER AFRIKAKREIS

Liebe Afrikainteressierte,

hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA e.V.) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein

Thema: Die zukünftige Afrikapolitik Deutschlands

Montag, 20. Mai 2019, 19:00 bis 20:30 Uhr Afrikahaus, Bochumer Str. 25, 10555 Berlin-Moabit (U-Bahn Turmstraße)

Sprecher:

  • Botschafter Robert Dölger (Beauftragter des Auswärtigen Amts für Subsahara-Afrika und den Sahel)
  • Prof. Dr. Ulf Engel (Professor für Politik Afrikas, Universität Leipzig)

Moderation: Andreas Baumert (INISA e.V.)

Download Programm: Einladung-Afrikakreis_Afrikapolitik_20.05.2019.pdf

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10.04.2019: Auf dem Weg in die Autokratie? Tansania unter Präsident Magufuli, Berlin

10.04.2019: Auf dem Weg in die Autokratie? Tansania unter Präsident Magufuli, Berlin

Als John Pombe Magufuli 2015 zum Präsidenten Tansanias gewählt war, fand er nicht nur im eigenen, sondern auch in den Nachbarländern viel Bewunderung. In Kenia pflegte man, wenn eine politische Entscheidung diskutiert wurde, zu fragen „what would Magufuli do?“.

Der Grund war, dass er radikale und unkonventionelle Art sein Versprechen erfüllte, Korruption zu bekämpfen. Er tat dies jedoch von Anfang an häufig an Recht und Gesetz vorbei, entließ willkürlich Beamte und entmachtete Parteigrößen. Lange ging ihm dies bei der Bevölkerung als eigenwillige Form von Populismus durch, man hoffte, dass er das lang etablierte Macht- und Pfründenkartell des Landes zerschlagen würde. Doch zunehmend wurde deutlich, dass er bei all seinen politischen Entscheidungen keinen Widerspruch duldete.

Die Rechte der Opposition wurden immer mehr eingeschränkt, die Medien gerieten unter Kontrolle, selbst die Jugendkultur und -musik war Repressionen ausgesetzt. Das zweite und ständig wiederholte Versprechen Magufulis war Tansania zu industrialisieren. Dies führte dazu, dass die westlichen Industrieländer bisher kaum wegen der Menschenrechtsverletzungen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit einstellten: Man erhofft sich große Investitionsmöglichkeiten. Aber auch diese Hoffnung wird zunehmend enttäuscht. Magufuli baut auf allen Gebieten bürokratische Regulierungssysteme auf, die als Investitionshemmnisse wirken.

Diskutieren Sie mit uns die Perspektiven dieses bisher so friedlichen und freundlichen Landes!

Ihre

INISA e.V.

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13.09.2018: Thema: Arbeitsmigration aus Afrika – Realitäten zwischen Panikmache und Zweckoptimismus, Berlin

13.09.2018: Thema: Arbeitsmigration aus Afrika – Realitäten zwischen Panikmache und Zweckoptimismus, Berlin

Die Diskussion um (Arbeits)Migranten aus Afrika ist emotional stark aufgeladen: Einerseits existiert die Furcht vor einer massenhaften Migration afrikanischer Menschen auf der Flucht vor materieller Not und Perspektivlosigkeit durch die Sahara mit einem angeblich verheißungsvollen Europa als Zielort. Diese Sicht ist meist verknüpft nach einem weiteren Ausbau restriktiver Einreisebestimmungen und Grenzkontrollen.

Die andere Sicht hält dies für unbegründete Panikmache und verweist darauf, dass auch die meisten afrikanischen Menschen einem Leben in vertrauten Lebenswelten den Vorzug geben. Zudem habe es sich auch in Afrika herumgesprochen, dass die Chancen in Europa für Zuwanderer eher gering, das Leben dort problematisch sei und dass sich auch südlich der Sahara vielerorts verstärkt positive Zukunftsperspektiven auftun.

Was sagen die Fakten? Worauf deuten die Statistiken hin? Was lässt sich aus konkreten Beobachtungen vor Ort schließen und was sagen Menschen in Afrika selbst hierzu? Darüber soll aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert werden. Bei dem Versuch einer Beantwortung dieser Fragen geht es auch um die Grundannahmen für eine ebenso humanistische wie realistische Migrationspolitik: Ist die Forderung nach uneingeschränkter globaler Freizügigkeit Utopie?

Worin bestehen migrationspolitische Alternativen zur „Festung Europa“ und damit zum massenhaften Sterben in der Sahara und im Mittelmeer? Diese und weitere Fragen wollen wir mit Ihnen und den Referenten diskutieren. Wir hoffen auf einen spannenden Abend und freuen uns über Ihr Interesse.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Baumert
INISA e.V.
www.inisa.de

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30.05.2018: Ethiopia - New perspectives after Desalegn? Berlin

30.05.2018: Ethiopia - New perspectives after Desalegn? Berlin

For years, social and economic development has ranked high on the Ethiopian Government’s agenda. The country has made significant advances towards reducing poverty and accelerating economic development – to an extent that the country today enjoys one of the fastest growing economies of the world. Despite these positive developments, Ethiopia faces rising opposition to its authoritarian-style of governance.

Since 2015, the country has been affected by violent protests which started in the region of Oromia but quickly spread across the country. Protesters demanded administrative changes, fairer distribution of wealth generated by years of economic growth, and an end to human rights abuses, including the release of political prisoners. Earlier this year, Ethiopia’s governing coalition began making concessions to these demands by releasing large numbers of political prisoner and appointing a new prime minister from the Oromia region.

These developments raise a number of questions we would like to discuss: Are these recent political moves a sign for systematic political change? How can long-term stability in the country be reached? And how could external actors support democratic processes?  

We look forward to your participation and engagement in an interesting discussion!  

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18.04.2018: Zimbabwe – Neue Perspektiven mit Mnangagwa? Berlin

18.04.2018: Zimbabwe – Neue Perspektiven mit Mnangagwa? Berlin

Am 21. November 2017 kam Robert Mugabe nach 37 Jahren an der Macht in Zimbabwe durch seinen Rücktritt als Präsident Zimbabwes einem Amtserhebungsverfahren seiner eigenen Partei zuvor. Die ZANU-PF war nach dem unblutigen Militärputsch sechs Tage zuvor überraschend schnell und einmütig auf die Seite des Militärs geschwenkt.

Bereits drei Tage später wurde Emmerson Mnangagwa – langjähriges Kabinettsmitglied, ehemaliger Vizepräsident, enger Vertrauter der militärischen Führung und mutmaßlicher Kopf des brutalen Militäreinsatzes in Matabeleland 1982-1987 sowie der gewaltsamen Kampagne gegen die Oppositionsparteien im Präsidentschaftswahlkampf 2008 - als neuer Präsident vereidigt.

Mnangagwa hat nunmehr sowohl die Ansprüche des Militärs als auch den allgemeinen Wunsch nach Erneuerung in der Bevölkerung zu befriedigen. Bei seinem Amtsantritt versprach er eine „neue Demokratie“, die Bekämpfung der Korruption und warb um Auslandsinvestitionen in die marode Ökonomie.

Zum 38. Unabhängigkeitstag in Zimbabwe stellt sich die Frage, wie die bisherige Politik Mnangagwas zu bewerten ist. Welche Perspektiven ergeben sich für die weitere Entwicklung Zimbabwes? Diese und weitere Fragen wollen wir mit Ihnen und den Referenten diskutieren.

Wir hoffen auf einen spannenden Abend und freuen uns über Ihr Interesse. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Baumert
INISA e.V.
www.inisa.de

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15.03.2018: Afrikas ländliche Regionen – hoffnungslose Fälle? Beispiel Sambia, Berlin

15.03.2018: Afrikas ländliche Regionen – hoffnungslose Fälle? Beispiel Sambia, Berlin

Fünf Jahrzehnte nach der Unabhängigkeit der meisten afrikanischen Staaten geht der Streit darum weiter, ob Afrika nun als Hoffnungs- oder als Krisenkontinent zu sehen sei. Insbesondere bei den ländlichen Regionen scheiden sich die Geister: Belegen die Verstädterungsraten, dass Afrikas Jugend mit den Füßen gegen das Leben in den Dörfern abstimmt? Kann Afrikas kleinbäuerliche Landwirtschaft die wachsende afrikanische Bevölkerung in Zukunft noch ernähren?

Kann Entwicklungspolitik dazu beitragen oder ist sie nur Teil eines Krisenszenarios? Viele Debatten zu diesen Fragen werden auf Basis von – teilweise fragwürdigen – statistischen Daten geführt. Das Buch mit dem etwas provozierenden Titel „Alles neu, neu, neu in Afrika!“ nähert sich den Veränderungsprozessen im ländlichen Afrika durch Beobachtungen und Wahrnehmungen auf lokaler Ebene an. Wie hat sich das Leben der Menschen in den Dörfern, in der ländlichen Kreisstadt verändert? Was ist aus denen geworden, die damals jung waren und von einer besseren Zukunft geträumt haben? Was hat sich durch Entwicklungsprojekte verändert? Was davon ist geblieben?

Maria Tekülve und Theo Rauch haben die Entwicklungsprozesse in einer ländlichen Region Sambias und anderswo in Afrika über drei bzw. vier Jahrzehnte aus der Nähe verfolgt. Teils als Mitwirkende an Entwicklungsprogrammen, teils aus wissenschaftlicher Perspektive. Bei ihrem Blick auf die vergangenen Jahrzehnte und die Gegenwart hat sie stets auch die Frage beschäftigt: Was kann man aus all den Erfahrungen für Szenarien zukünftiger Entwicklung lernen? Diese Frage soll bei der Veranstaltung zur Diskussion gestellt werden.

Stefan Oswald, Agrarwissenschaftler und Leiter der Unterabteilung Afrika im BMZ, hat sich beruflich intensiv mit dem südlichen Afrika und auch mit ländlicher Entwicklung befasst. Peter Meyns, Politologe, ist seit den 1970er Jahren einer der besten Sambia-Kenner im deutschsprachigen Raum.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir hoffen auf einen spannenden Abend und freuen uns über Ihr Interesse

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31.01.2018: Nach dem ANC Parteitag – Wie geht es weiter mit Südafrika? Berlin

31.01.2018: Nach dem ANC Parteitag – Wie geht es weiter mit Südafrika? Berlin

Südafrika kommt nicht zur Ruhe. Der „State of Capture“-Bericht von Public Protector Thuli Madonsela hatte 2016 ein erschreckendes Ausmaß an Korruption offenbart. Wirtschaftliche Ungleichheit bestimmt die Gesellschaft. Die Bevölkerung leidet nicht nur unter Dürre, sondern auch unter einer dauerhaft hohen Arbeitslosigkeit.

Vor diesem Hintergrund hat der ANC auf seinem Parteitag im Dezember Cyril Ramaphosa zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. In der umkämpften Nachfolge des umstrittenen Jacob Zuma konnte er sich gegen dessen Ex-Frau Nkosazana Dlamini-Zuma durchsetzen. Aber der Machkampf im ANC ist damit nicht beendet – die Führungsgremien sind weiterhin gespalten zwischen ZumaAnhängern und Gegnern.

Welche Folgen hat das Ergebnis des Parteitages für den ANC? Ist mit einer Ablösung von Jacob Zuma als Präsidenten Südafrikas bereits vor den nächsten Parlamentswahlen 2019 zu rechnen? Welchen Einfluss hat Cyril Ramaphosa überhaupt? Wie reagieren die anderen Parteien auf den ANC unter Ramaphosa? Wie könnte sich Südafrika in den kommenden zwei Jahren entwickeln? Schließlich: was bedeuten diese Entwicklungen für die Region und die internationalen Beziehungen zu Südafrika?

Die Veranstaltung findet teilweise auf Englisch statt, es gibt keine Dolmetschung! Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Wir freuen uns auf einen spannenden Abend!

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04.12.2017: Kenia nach den Wahlen, Berlin

04.12.2017: Kenia nach den Wahlen, Berlin

BERLINER AFRIKAKREIS

Liebe Afrikainteressierte,

hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA) und der Society for International Development (SID-Berlin) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein.

Kenia nach den Wahlen

Montag, 4. Dezember 2017, 19:00 - 20:30 Uhr Afrika-Haus Berlin, Bochumer Straße 25, 10555 Berlin (U-Bahn Turmstraße)

Referent: Dr. John Njenga Karugia Goethe-Universität Frankfurt

Diskutantin: Elisabeth Bollrich, Friedrich Ebert Stiftung, Referentin Östliches Afrika

Moderation: Andreas Baumert Initiative Südliches Afrika (INISA) e.V.

Download Programm: INISA_20171111_Afrikakreis_Kenia_4.12.pdf

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12.10.2017: Krankenversicherungen in Afrika, Berlin

12.10.2017: Krankenversicherungen in Afrika, Berlin

Seit 2015 ist der allgemeine Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen (Universal Health Coverage) ein Sustainable Development Goal. Doch der Zugang zu medizinischer Versorgung stellt für viele Menschen in Afrika noch immer eine erhebliche finanzielle Herausforderung dar. Obwohl der Zusammenhang zwischen Gesundheit und ökonomischer Entwicklung seit langem bekannt ist, wurden in vielen afrikanischen Staaten die öffentlichen Gesundheitsbudgets gekürzt.

2014 wurden wieder 60% der Gesundheitsausgaben in Sub-Sahara Afrika als Barzahlungen durch Patienten geleistet. Eine einzelne Erkrankung besitzt das Potential, eine ganze Familie in die Armutsfalle zu führen. Vor diesem Hintergrund wird in immer mehr Ländern über die Einführung gesetzlicher Krankenversicherungen diskutiert. Doch welches Potential besitzen diese Versicherungen wirklich und wie können sie nachhaltig finanziert werden?

Wir freuen uns auf einen interessanten Abend mit Ihnen!

Mit besten Grüßen

Prof. Dr. Peter Waller
SID Berlin 
www.sid-berlin.de

Andreas Baumert
INISA e.V.
www.inisa.de

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27.04.2017: “Has civil society replaced revolution?” Berlin

27.04.2017: “Has civil society replaced revolution?” Berlin

Auch wenn das Konzept der Zivilgesellschaft mit ihren diversen Akteuren oftmals in Europa als emanzipatorisches Konzept diskutiert wird, ist in vielen Ländern Afrikas das Wort „zivil“ mit der „Zivilisierungsmission“ in den afrikanischen Gesellschaften und somit der Zeit der Kolonialherrschaft gleichgesetzt. Nachdem in den 1950er bis 1970er Jahren eine Reihe von politischen zivilgesellschaftlichen Bewegungen aktiv für strukturelle und revolutionäre Veränderungen in den jeweiligen Kontexten sorgten, kann man seit den 1990er Jahren von einer weltweiten De-politisierung des Konzeptes der Zivilgesellschaft sprechen.

Vor allem nach dem Ende des Kalten Krieges wurden zivilgesellschaftliche Akteure als Protagonisten von Rechenschaft und sozialen Dienstleistungen und letztendlich als Verbindungsglied zwischen Staat und Bürger sowie Partner in der sozialwirtschaftlichen Entwicklung betrachtet. Die Einführung von neuen administrativen Prozessen in Verbindung mit Ergebnisorientierung hat gleichzeitig dazu geführt, dass kleine NGOs (sowohl in Afrika als auch Europa) innerhalb der etablierten Finanzierungsprozesse kaum mehr arbeiten können.

Als Ergebnis sehen wir das Entstehen von immer größeren und einflussreichen NGOs sowie das Anwachsen von Leistungen privater Unternehmen im entwicklungspolitischen Bereich der „Förderung von Zivilgesellschaft und Demokratie“. Lokale soziale Strukturen und Gemeinschaften werden vermehrt „zum Schweigen gebracht“ anstatt in politische Entscheidungsprozesse eingebunden zu werden. Westliche NGOs hingegen werden von marginalisierten Menschen teils abgelehnt und oftmals nicht als ihre repräsentativen und legitimierten Strukturen anerkannt.

Diese Veranstaltung stellt die Frage nach der Dynamik und Zukunft von Zivilgesellschaft in Afrika. Konflikte und Proteste nehmen in vielen Ländern des Südlichen Afrikas zu und institutionalisierte NGOs spielen dabei kaum eine Rolle. Die emanzipatorische und revolutionäre Kraft zivilgesellschaftlicher Akteure, welche während der Dekolonisierung Afrikas noch spürbar war, scheint verloren. Spiegelt das dominante Konzept der Zivilgesellschaft in Afrika aktuell tatsächlich die elitäre bürgerliche Schicht wider, welche die weitergeführten ungerechten politisch- ökonomischen Verhältnisse im postkolonialen Afrika stabilisiert? Können zivilgesellschaftliche Akteure unter den aktuellen politökonomischen Bedingungen transformativ wirken?

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wir hoffen auf einen spannenden Abend und freuen uns über Ihr Interesse.

Ihre INISA

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16.03.2017: Energiewende in Afrika, Berlin

16.03.2017: Energiewende in Afrika, Berlin

BERLINER AFRIKAKREIS

Liebe Afrikainteressierte, hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA) und der Society for International Development (SID-Berlin) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein.

Energiewende in Afrika

Donnerstag, 16. März 2017, 19:00 - 20:30 Uhr Afrika-Haus Berlin, Bochumer Straße 25, 10555 Berlin (U-Bahn Turmstraße)

Referenten: Dr. Franziska Müller Leiterin einer Forschungsgruppe zu Energiewende im südlichen Afrika an der Universität Kassel

Dr. Mirco Gaul Mitbegründer von SINERGi Erneuerbare Energien GmbH

Moderation: Dr. Sabine Blumstein Initiative Südliches Afrika (INISA) e.V.

20170316_INISA_Afrikakreis_Energiewende

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07.02.2017: Südafrika – 20 Jahre demokratische Verfassung, Berlin

07.02.2017: Südafrika – 20 Jahre demokratische Verfassung, Berlin

BERLINER AFRIKAKREIS

Liebe Afrikainteressierte,

hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA) und der Society for International Development (SID-Berlin) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein.

Südafrika – 20 Jahre demokratische Verfassung - Übertriebene Erwartungen, enttäuschte Hoffnungen?

Dienstag, 7. Februar 2017, 19:00 - 20:30 Uhr Afrika-Haus Berlin, Bochumer Straße 25, 10555 Berlin (U-Bahn Turmstraße)

Referenten:

Renate Wilke-Launer Journalistin (u.a. „Katerstimmung am Kap“)
Dr. Arndt Hopfmann Referent (Zentrum für internationalen Dialog und Zusammenarbeit, Rosa-LuxemburgStiftung)
Andreas Quasten Consultant (Referent (Referat Afrika, Friedrich-Ebert-Stiftung; vormals Büro Südafrika)

Moderation: Dr. Sebastian Seedorf Jurist (Initiative Südliches Afrika (INISA) e.V.)

Einladung_INISA_Afrikakreis_Suedafrika_Verfassung_7.2.17.pdf

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06.07.2016: Südafrika: Konflikte um den Kohlebergbau (Struggles around coal mining in South Africa), Berlin

06.07.2016: Südafrika: Konflikte um den Kohlebergbau
(Struggles around coal mining in South Africa), Berlin

BERLINER AFRIKAKREIS

Liebe Afrikainteressierte,

hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA) und der Society for International Development (SID-Berlin) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein.

Südafrika: Konflikte um den Kohlebergbau (Struggles around coal mining in South Africa)

Mittwoch, 6. Juli 2016, 18:30 - 20:00 Uhr Afrika-Haus Berlin, Bochumer Straße 25, 10555 Berlin (U-Bahn Turmstraße)

  • Referenten: Melanie Müller (Politikwissenschaftlerin, FU Berlin)
  • Lucky Maisanye (Umweltaktivist aus Südafrika, Umweltorganisation Geasphere)

Moderation: Andreas Baumert (Initiative Südliches Afrika (INISA) e.V.)

Einladung INISA Afrikakreis: 07.06.2016: Mining

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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01.06.2016: Tansania: Rebranding oder Reform? Berlin

01.06.2016: Tansania: Rebranding oder Reform? Berlin

Die Wahlen in Tansania vom 25. Oktober 2015 waren die erste Abstimmung seit der Unabhängigkeit des Landes und der Einführung des Mehrparteiensystems, bei denen der Opposition eine reelle Chance auf den Wahlsieg eingeräumt wurde. Letztendlich gewann die CCM erneut die Präsidentschaft und eine deutliche, wenn auch reduzierte, Mehrheit im Parlament. In der semi-autonomen, muslimisch geprägten Teilrepublik Sansibar hingegen wurde das Wahlergebnis aufgrund von Unregelmäßigkeiten annulliert – die Neuwahlen im März gewann die CCM auch dort.

Präsident John Magufuli präsentierte sich bereits im Wahlkampf als hart arbeitender Macher. Reformankündigungen und Maßnahmen gegen Korruption und Misswirtschaft prägten die Berichterstattung über seine ersten Monate im Amt. Mit dem Direktor des Landesbüros Tansania der Friedrich-Ebert-Stiftung wollen wir eine Bilanz der ersten Amtsmonate ziehen. Dabei werden wir uns Fragen nach Herausforderungen und Dilemmata politischer und wirtschaftlicher Transformation, dem Prozess der Verfassungsreform und der Situation der Opposition und Zivilgesellschaft widmen.

Was wäre für eine erfolgreiche Entwicklung nötig; welchen Rückhalt werden die Initiativen Magufulis in den nächsten Jahren genießen? Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wir hoffen auf einen spannenden Abend und freuen uns über Ihr Interesse.

Ihre
INISA

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24.05.2016: Marokko – ein sicheres Herkunftsland? Berlin

24.05.2016: Marokko – ein sicheres Herkunftsland? Berlin

Vergangene Woche hat der deutsche Bundestag für die Einstufung Marokkos als sicheres Herkunftsland gestimmt. Über die Lage der Menschrechte, Presse-, Rede- und Meinungsfreiheit sowie über die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung in Marokko möchten wir mit dem Journalisten Ali Anouzla sprechen.

Ali Anouzla ist bekannt für seine kritische Berichterstattung über König Mohammed VI.. Er hat sich unter Marokkos Politikern und Militärs mächtige Feinde geschaffen, weil er, allen Drohungen zum Trotz, immer wieder über politische und soziale Missstände in seiner Heimat berichtete. Als Reaktion auf seinen unermüdlichen Einsatz für demokratische Reformen und die Einhaltung der Menschenrechte erhielt der Journalist immer wieder auch Morddrohungen.

Zuletzt musste er sich Anfang Februar dieses Jahres gegen den Vorwurf verteidigen, die innere Sicherheit Marokkos mit einem – nachweislich falsch übersetzten – Interview mit der Bild Zeitung gefährdet zu haben. In dieser Angelegenheit drohen dem Journalisten bis zu fünf Jahre Haft. Andere gegen ihn anhängige Prozesse – darunter der haltlose Vorwurf der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung – könnten Ali Anouzla sogar für Jahrzehnte hinter Gitter bringen.

Wir hoffen auf einen spannenden Abend!

Beste Grüße
INISA e.V.

Foto: CABANE PECHEUR MAROC AGADIR, davidolivier2011 (Fotolia)

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02.03.2016: Wieviel Klasse hat die afrikanische Mittelklasse? Berlin

02.03.2016: Wieviel Klasse hat die afrikanische Mittelklasse? Berlin

 

Dem Schlagwort „Africa Rising“ folgte die Entdeckung der afrikanischen Mittelklasse als Hoffnung auf eine bessere Zukunft für den Kontinent. Was es damit auf sich hat und wie viel Erklärungswert diese Diskurse bieten, untersuchen und erörtern die beiden Referenten aus sich ergänzenden wirtschaftspolitischen und soziologischen Perspektiven. Dabei wird der tendenzielle Mythos solch vereinfachender und pauschalisierender Schlagworte aufgezeigt, die eine fundierte Analyse der spezifischen gesellschaftlichen Verhältnisse vermissen lassen.

Robert Kappel war Professor am Institut für Afrikanistik der Universität Leipzig und Präsident des German Institute of Global and Area Studies, Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA) in Hamburg. Henning Melber war Forschungsdirektor am Nordic Africa Institute und Direktor der Dag Hammarskjöld Stiftung in Uppsala und ist Professor an den Universitäten von Pretoria und des Freistaats in Bloemfontein.

Wir hoffen auf einen spannenden Abend und freuen uns über Ihr Interesse.

 

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10.02.2016: Burkina Faso – eine Jugend in Bewegung, Berlin

10.02.2016: Burkina Faso – eine Jugend in Bewegung, Berlin

Nach langjährigen und diversen Protesterfahrungen in Burkina Faso formierten sich 2013 die unterschiedlichen Protestbewegungen, u.a. Balai citoyen („Besen der Bürger“) und Ca suffit!, die sich gegen den Versuch des damaligen Präsidenten, Blaise Compaoré, seine Amtszeit um ein weiteres Mandat zu verlängern, auflehnten. Mit diversen Protestaktionen und einem breiten Bündnis aus zivilgesellschaftlichen und vor allem gewerkschaftlichen Akteuren gelang es den Protestierenden, die Abstimmung über die Verfassungsänderung zu verhindern und Compaoré zum Rücktritt zu bewegen. Selbst der Putschversuch der Präsidentengarde im September 2015 konnte abgewehrt und ein friedlicher Übergang durch Wahlen gewährleistet werden. Wir wollen die vergangenen Ereignisse einordnen, kritisch beleuchten sowie die zukünftigen Herausforderungen, denen der westafrikanische Staat gegenüber steht, diskutieren.

Stellt die Wahl im November 2015 einen politischen Neuanfang dar? Inwiefern lassen sich diese Entwicklungen demokratietheoretisch einordnen? Wie lassen sich die Forderungen der Protestbewegungen umsetzen und welche (strukturellen, institutionellen, personellen) Hürden bestehen für ihre Umsetzung? Ist der Erfolg der Bewegung auf andere Staaten Westafrikas übertragbar und sind erste Erfolgsfaktoren erkennbar?

Diese und weitere Fragen wollen wir mit Ihnen und den Referenten diskutieren.
Wir hoffen auf einen spannenden Abend und freuen uns über Ihr Interesse.

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