Unsere INISA Stipendiaten 2019

Unsere INISA Stipendiaten 2019

Liebe Freundinnen und Freunde des südlichen Afrika, während in Europa in diesem Jahr die Politik diskutiert, mit welchen Maßnahmen sie drohenden Gefahren des Klimawandels gesellschaftspolitisch akzeptabel begegnen kann, sind die verheerenden Folgen in den Ländern des südlichen Afrika längst angekommen. Nach schweren Überschwemmungen vor allem in Mosambik, Zimbabwe und Malawi im Mai 2019 leiden die Menschen in der Region nun unter den Folgen extremer Dürre. In Namibia ist wohl rund ein Viertel der Bevölkerung auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

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11.11.2019: Mozambique – Quo vadis? Gespräch mit Paula Monjane, Berlin

11.11.2019: Mozambique – Quo vadis? Gespräch mit Paula Monjane, Berlin

BERLINER AFRIKAKREIS

Liebe Afrikainteressierte, hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA e.V.) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein

Mozambique – Quo vadis? Gespräch mit Paula Monjane 

Montag, 11. November 2019, 19:00 bis 20:30 Uhr  Afrikahaus, Bochumer Str. 25, 10555 Berlin-Moabit (U-Bahn Turmstraße) 

Sprecher: 

  • Paula Monjane (Executive Director Centro de Aprendizagem e  Capacitação da Sociedade Civil, CESC)  
  • Dr. Judith Vorrath  (Forschungsgruppe Sicherheitspolitik, Stiftung  Wissenschaft und Politik) 

 Moderation: Andreas Baumert (INISA e.V.) 

Programm: Einladung--Afrikakreis_Mosambik-Quo-vadis_v2_11.11.2019.pdf

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. 

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26.09.2019: Promoting Good Governance in Africa, Berlin

26.09.2019: Promoting Good Governance in Africa, Berlin

BERLINER AFRIKAKREIS

Liebe Afrikainteressierte,

hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA e.V.) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein

Promoting Good Governance in Africa – Three Popular Misconceptions

Donnerstag, 26. September 2019, 19:00 bis 20:45 Uhr Afrikahaus, Bochumer Str. 25, 10555 Berlin-Moabit (U-Bahn Turmstraße)

Sprecher:

  • Dr. Malte Lierl (Research Fellow, GIGA Institute of African Affairs, Hamburg)
  • Christoph Rauh (Leiter Unterabteilung 20 – Afrika, BMZ)

Moderation: Dr. Sebastian Seedorf (INISA e.V.)

Download Programm: Einladung-Afrikakreis_GoodGovernance_26.09.2019.pdf

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21.06.2019: Flucht und Migration nach Südafrika, Berlin

21.06.2019: Flucht und Migration nach Südafrika, Berlin

BERLINER AFRIKAKREIS

Liebe Afrikainteressierte,

hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA e.V.) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein

Flucht und Migration nach Südafrika Buchvorstellung und Diskussion

Freitag, 21. Juni 2019, 19:00 bis 20:30 Uhr Afrikahaus, Bochumer Str. 25, 10555 Berlin-Moabit (U-Bahn Turmstraße)

Sprecher:

  • Dr. Rita Schäfer (Autorin des Buches „Migration und Neubeginn in Südafrika“ (Frankfurt a.M. 2019) und freiberufliche Wissenschaftlerin)
  • Dr. Lutz van Dijk (Historiker, Autor und Mitbegründer eines Township-Kinderprojekts bei Kapstadt)

Moderation: Frank Gries (INISA e.V.)Einladung-Afrikakreis_SA-Migration_21.06.201_20190518-054318_1.pdf

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20.05.2019: Die zukünftige Afrikapolitik Deutschlands, Berlin

20.05.2019: Die zukünftige Afrikapolitik Deutschlands, Berlin

BERLINER AFRIKAKREIS

Liebe Afrikainteressierte,

hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA e.V.) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein

Thema: Die zukünftige Afrikapolitik Deutschlands

Montag, 20. Mai 2019, 19:00 bis 20:30 Uhr Afrikahaus, Bochumer Str. 25, 10555 Berlin-Moabit (U-Bahn Turmstraße)

Sprecher:

  • Botschafter Robert Dölger (Beauftragter des Auswärtigen Amts für Subsahara-Afrika und den Sahel)
  • Prof. Dr. Ulf Engel (Professor für Politik Afrikas, Universität Leipzig)

Moderation: Andreas Baumert (INISA e.V.)

Download Programm: Einladung-Afrikakreis_Afrikapolitik_20.05.2019.pdf

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Apply Now for INISA Student Grant 2019

 

The INISA grant covers 75% of tuition fees and related costs (e.g. books and other study material; residence fees etc.) for the academic year of 2019 up to a maximum amount of Euro 3000 (or the equivalent in local currency). Closing date for applications is Saturday, 4 May 2019

WHO CAN APPLY? 

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31.5. - 2.6.2019: "Wahlen in Südafrika - Wohin treibt die Republik?" Würzburg

31.5. - 2.6.2019: "Wahlen in Südafrika - Wohin treibt die Republik?" Würzburg

Folgende Themen und Referenten sind vorgesehen:

  • Parlamentswahlen in Südafrika 2019: Eine Analyse, Sabine Odhiambo (Deutsche Afrika Stiftung)
  • Vom Apartheidstaat zur Mehrparteiendemokratie: Ein Vierteljahrhundert ANC-Regierung, Renate Wilke-Launer (Journalistin und Autorin)
  • Gender und Wahlen: Geschlechtergerechtigkeit zwischen Anspruch und Wirklichkeit, Dr. Rita Schäfer (Freie Wissenschaftlerin)
  • Handels- und Wirtschaftspolitik Südafrikas: Herausforderungen für die neue Regierung, Dr. Simone Claar (Uni Kassel)
  • Soziale Gerechtigkeit in Südafrika - Gescheiterte Transformation? Die sozialpolitische Bilanz und Agenda des ANC, Dr. Boniface Mabanza (KASA)
  • Sozialer Wohnungsbau und der Umgang mit informellen Siedlungen, Gerhard Kienast (Uni Kassel)
  • Filmabend Südafrika oder alternativ die Möglichkeit zum Besuch des Würzburger Afrikafestivals

Das Seminar findet parallel zum 31. Interational Africa Festival in Würzburg statt.

Download: INISA-SA-Wahlen-Version-2.pdf

Weitere Informationen u.a. zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem beigefügten Programm bzw finden Sie auf der Webseite der Akademie Frankenwarte

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10.04.2019: Auf dem Weg in die Autokratie? Tansania unter Präsident Magufuli, Berlin

10.04.2019: Auf dem Weg in die Autokratie? Tansania unter Präsident Magufuli, Berlin

Als John Pombe Magufuli 2015 zum Präsidenten Tansanias gewählt war, fand er nicht nur im eigenen, sondern auch in den Nachbarländern viel Bewunderung. In Kenia pflegte man, wenn eine politische Entscheidung diskutiert wurde, zu fragen „what would Magufuli do?“.

Der Grund war, dass er radikale und unkonventionelle Art sein Versprechen erfüllte, Korruption zu bekämpfen. Er tat dies jedoch von Anfang an häufig an Recht und Gesetz vorbei, entließ willkürlich Beamte und entmachtete Parteigrößen. Lange ging ihm dies bei der Bevölkerung als eigenwillige Form von Populismus durch, man hoffte, dass er das lang etablierte Macht- und Pfründenkartell des Landes zerschlagen würde. Doch zunehmend wurde deutlich, dass er bei all seinen politischen Entscheidungen keinen Widerspruch duldete.

Die Rechte der Opposition wurden immer mehr eingeschränkt, die Medien gerieten unter Kontrolle, selbst die Jugendkultur und -musik war Repressionen ausgesetzt. Das zweite und ständig wiederholte Versprechen Magufulis war Tansania zu industrialisieren. Dies führte dazu, dass die westlichen Industrieländer bisher kaum wegen der Menschenrechtsverletzungen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit einstellten: Man erhofft sich große Investitionsmöglichkeiten. Aber auch diese Hoffnung wird zunehmend enttäuscht. Magufuli baut auf allen Gebieten bürokratische Regulierungssysteme auf, die als Investitionshemmnisse wirken.

Diskutieren Sie mit uns die Perspektiven dieses bisher so friedlichen und freundlichen Landes!

Ihre

INISA e.V.

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13.09.2018: Thema: Arbeitsmigration aus Afrika – Realitäten zwischen Panikmache und Zweckoptimismus, Berlin

13.09.2018: Thema: Arbeitsmigration aus Afrika – Realitäten zwischen Panikmache und Zweckoptimismus, Berlin

Die Diskussion um (Arbeits)Migranten aus Afrika ist emotional stark aufgeladen: Einerseits existiert die Furcht vor einer massenhaften Migration afrikanischer Menschen auf der Flucht vor materieller Not und Perspektivlosigkeit durch die Sahara mit einem angeblich verheißungsvollen Europa als Zielort. Diese Sicht ist meist verknüpft nach einem weiteren Ausbau restriktiver Einreisebestimmungen und Grenzkontrollen.

Die andere Sicht hält dies für unbegründete Panikmache und verweist darauf, dass auch die meisten afrikanischen Menschen einem Leben in vertrauten Lebenswelten den Vorzug geben. Zudem habe es sich auch in Afrika herumgesprochen, dass die Chancen in Europa für Zuwanderer eher gering, das Leben dort problematisch sei und dass sich auch südlich der Sahara vielerorts verstärkt positive Zukunftsperspektiven auftun.

Was sagen die Fakten? Worauf deuten die Statistiken hin? Was lässt sich aus konkreten Beobachtungen vor Ort schließen und was sagen Menschen in Afrika selbst hierzu? Darüber soll aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert werden. Bei dem Versuch einer Beantwortung dieser Fragen geht es auch um die Grundannahmen für eine ebenso humanistische wie realistische Migrationspolitik: Ist die Forderung nach uneingeschränkter globaler Freizügigkeit Utopie?

Worin bestehen migrationspolitische Alternativen zur „Festung Europa“ und damit zum massenhaften Sterben in der Sahara und im Mittelmeer? Diese und weitere Fragen wollen wir mit Ihnen und den Referenten diskutieren. Wir hoffen auf einen spannenden Abend und freuen uns über Ihr Interesse.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Baumert
INISA e.V.
www.inisa.de

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01.06. - 03.06.2018: Südafrika: Zwischen Faszination und Frustration, Würzburg

01.06. - 03.06.2018: Südafrika: Zwischen Faszination und Frustration, Würzburg

Die „Regenbogennation“ schien auf gutem Weg: Eine progressive soziale Verfassung, friedliche Wahlen zum Ende der Apartheid, ein Naturraum mit großen Potentialen für Tourismus, wirtschaftliche Entwicklung und nachhaltige Energieversorgung. Dagegen steigt jedoch mit Blick auf die wirtschaftliche Teilhabe, die Spaltung der Regierungspartei ANC, die Plünderung des Staates die Frustration der Bevölkerung. Im Seminar beleuchten wir, wie sich Gesellschaft und politisches System entwickelt haben, was Südafrikaner_innen bewegt und in welchen Bereichen die „Faszination“ für das Land und seine Potentiale fortbesteht.

Das Seminar findet parallel zum 30. Internationalem Africa Festival in Würzburg statt. Veranstalter ist die Akademie Frankenwarte Leutfresserweg 81 - 83 97082 Würzburg

Download Programm: INISA-Sdafrika-Wrzburg-1-3-Juni.pdf

Informationen und Anmeldung: Carmen Schmitt Tel.: 0931 / 80464-340 Fax: 0931 / 80464-44

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31.01.2018: Nach dem ANC Parteitag – Wie geht es weiter mit Südafrika? Berlin

31.01.2018: Nach dem ANC Parteitag – Wie geht es weiter mit Südafrika? Berlin

Südafrika kommt nicht zur Ruhe. Der „State of Capture“-Bericht von Public Protector Thuli Madonsela hatte 2016 ein erschreckendes Ausmaß an Korruption offenbart. Wirtschaftliche Ungleichheit bestimmt die Gesellschaft. Die Bevölkerung leidet nicht nur unter Dürre, sondern auch unter einer dauerhaft hohen Arbeitslosigkeit.

Vor diesem Hintergrund hat der ANC auf seinem Parteitag im Dezember Cyril Ramaphosa zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. In der umkämpften Nachfolge des umstrittenen Jacob Zuma konnte er sich gegen dessen Ex-Frau Nkosazana Dlamini-Zuma durchsetzen. Aber der Machkampf im ANC ist damit nicht beendet – die Führungsgremien sind weiterhin gespalten zwischen ZumaAnhängern und Gegnern.

Welche Folgen hat das Ergebnis des Parteitages für den ANC? Ist mit einer Ablösung von Jacob Zuma als Präsidenten Südafrikas bereits vor den nächsten Parlamentswahlen 2019 zu rechnen? Welchen Einfluss hat Cyril Ramaphosa überhaupt? Wie reagieren die anderen Parteien auf den ANC unter Ramaphosa? Wie könnte sich Südafrika in den kommenden zwei Jahren entwickeln? Schließlich: was bedeuten diese Entwicklungen für die Region und die internationalen Beziehungen zu Südafrika?

Die Veranstaltung findet teilweise auf Englisch statt, es gibt keine Dolmetschung! Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Wir freuen uns auf einen spannenden Abend!

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04.12.2017: Kenia nach den Wahlen, Berlin

04.12.2017: Kenia nach den Wahlen, Berlin

BERLINER AFRIKAKREIS

Liebe Afrikainteressierte,

hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA) und der Society for International Development (SID-Berlin) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein.

Kenia nach den Wahlen

Montag, 4. Dezember 2017, 19:00 - 20:30 Uhr Afrika-Haus Berlin, Bochumer Straße 25, 10555 Berlin (U-Bahn Turmstraße)

Referent: Dr. John Njenga Karugia Goethe-Universität Frankfurt

Diskutantin: Elisabeth Bollrich, Friedrich Ebert Stiftung, Referentin Östliches Afrika

Moderation: Andreas Baumert Initiative Südliches Afrika (INISA) e.V.

Download Programm: INISA_20171111_Afrikakreis_Kenia_4.12.pdf

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07.-08.12.2017: Tagung der Angola-Runde deutscher Nichtregierungsorganisationen, Berlin

07.-08.12.2017: Tagung der Angola-Runde deutscher Nichtregierungsorganisationen, Berlin

Wohin steuert Angola? Politische, ökonomische und soziale Herausforderungen nach der Ära dos Santos

7./8. Dezember 2017  Donnerstag, 7.12 -  09:30 Uhr bis 17:30 Uhr Freitag, 8.12 - 09:30 Uhr bis 13:00 Uhr

Tagungsort: Afrika Haus Berlin Address: Bochumer Strasse 25, D-10555 Berlin (Moabit) - Germany *U-Bahn Linie U9 / Station: Turmstrasse

Eine Tagung der Angola-Runde deutscher Nichtregierungsorganisationen in Zusammenarbeit mit INISA e.V.

Download Programm: INISA_Angola_Tagung_Berlin_07_08.12.2017.pdf

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Grußwort unserer INISA-Stipendiatin 2017 Lilly George Tushiya

Grußwort unserer INISA-Stipendiatin 2017 Lilly George Tushiya

Without INISA willing to support,students such as myself would be unable to pursue medical school.

Growing up in a less privileged community has not only offered financial and a ccademic challenges, but has also helped me realize the value of collage education. Your scholarship will help me earn credentialsin medical school,which requires special training and coursework .My passion for medicine is matched only by love for social health problems,my decision to study medical school comes from the heart.

Without a doubt this grant will will pray a key role in achieving my educational dreams. Because of your generosity, the financial burden placed on me to pursue my education will be reduced. That mean I can spend more time on my studies extra curricular activities and less time worrying about my finances.

Once again, thank you for the vote of confidence and INISA. I am commuted to my education and to the health care field and one step closer to becoming a doctor.Thanks to your continued generosity and INISA STUDENT GRANT 2017. Sincerely

Lily George

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Announcement: INISA Student Grant 2017 application process closed

Announcement: INISA Student Grant 2017 application process closed

The grant is open to students of all subjects, but particularly we encourage applications by science, engineering, economics and medical students. Should the grant be awarded to more than one student the maximum amount will be split equally. INISA requires the student to provide proof of tuition related expenses with a fees account record, as the grant amount covers a percentage of these expenses and needs to be calculated on that basis before any payment is possible. The grant will be paid directly into the student’s fees account at the University. INISA requires the student to provide two reports on the progress of his/her studies in the year s/he is awarded the grant.

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27.04.2017: “Has civil society replaced revolution?” Berlin

27.04.2017: “Has civil society replaced revolution?” Berlin

Auch wenn das Konzept der Zivilgesellschaft mit ihren diversen Akteuren oftmals in Europa als emanzipatorisches Konzept diskutiert wird, ist in vielen Ländern Afrikas das Wort „zivil“ mit der „Zivilisierungsmission“ in den afrikanischen Gesellschaften und somit der Zeit der Kolonialherrschaft gleichgesetzt. Nachdem in den 1950er bis 1970er Jahren eine Reihe von politischen zivilgesellschaftlichen Bewegungen aktiv für strukturelle und revolutionäre Veränderungen in den jeweiligen Kontexten sorgten, kann man seit den 1990er Jahren von einer weltweiten De-politisierung des Konzeptes der Zivilgesellschaft sprechen.

Vor allem nach dem Ende des Kalten Krieges wurden zivilgesellschaftliche Akteure als Protagonisten von Rechenschaft und sozialen Dienstleistungen und letztendlich als Verbindungsglied zwischen Staat und Bürger sowie Partner in der sozialwirtschaftlichen Entwicklung betrachtet. Die Einführung von neuen administrativen Prozessen in Verbindung mit Ergebnisorientierung hat gleichzeitig dazu geführt, dass kleine NGOs (sowohl in Afrika als auch Europa) innerhalb der etablierten Finanzierungsprozesse kaum mehr arbeiten können.

Als Ergebnis sehen wir das Entstehen von immer größeren und einflussreichen NGOs sowie das Anwachsen von Leistungen privater Unternehmen im entwicklungspolitischen Bereich der „Förderung von Zivilgesellschaft und Demokratie“. Lokale soziale Strukturen und Gemeinschaften werden vermehrt „zum Schweigen gebracht“ anstatt in politische Entscheidungsprozesse eingebunden zu werden. Westliche NGOs hingegen werden von marginalisierten Menschen teils abgelehnt und oftmals nicht als ihre repräsentativen und legitimierten Strukturen anerkannt.

Diese Veranstaltung stellt die Frage nach der Dynamik und Zukunft von Zivilgesellschaft in Afrika. Konflikte und Proteste nehmen in vielen Ländern des Südlichen Afrikas zu und institutionalisierte NGOs spielen dabei kaum eine Rolle. Die emanzipatorische und revolutionäre Kraft zivilgesellschaftlicher Akteure, welche während der Dekolonisierung Afrikas noch spürbar war, scheint verloren. Spiegelt das dominante Konzept der Zivilgesellschaft in Afrika aktuell tatsächlich die elitäre bürgerliche Schicht wider, welche die weitergeführten ungerechten politisch- ökonomischen Verhältnisse im postkolonialen Afrika stabilisiert? Können zivilgesellschaftliche Akteure unter den aktuellen politökonomischen Bedingungen transformativ wirken?

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wir hoffen auf einen spannenden Abend und freuen uns über Ihr Interesse.

Ihre INISA

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16.-18.06.2017: Natürliche Ressourcen im Südlichen Afrika, Würzburg

16.-18.06.2017: Natürliche Ressourcen im Südlichen Afrika, Würzburg

Die Gesellschaft für Politische Bildung e.V. lädt vom 16. bis 18. Juni 2017 in die Akademie Frankenwarte Würzburg zum Seminar ein:

Natürliche Ressourcen im Südlichen Afrika

Akademie Frankenwarte, Leutfresserweg 81 - 83, 97082 Würzburg

Rohstoffe, wie Kohle, Kupfer und Diamanten, aber auch die Natur mit ihrem Potential für Tourismus, Landwirtschaft und alternative Energiegewinnung sind von zentraler Bedeutung für die sozioökonomische Entwicklung der Staaten des Südlichen Afrika. In dem Seminar beschäftigen wir uns mit dem Management des Ressourcenreichtums, den Konfliktdynamiken und Nutzungskonkurrenzen sowie Möglichkeiten der nachhaltigen, ökologischen Entwicklung in der Region.

Seminarteam

  • Amelie Scheder, Akademie Frankenwarte, Würzburg
  • Andreas Baumert, Vorsitzender Initiative Südliches Afrika (INISA) e.V., Leipzig
  • Dr. Ferdinand Paesler, Geographie und Regionalforschung, Universität Würzburg
  • Wolf-Christian Paes, International Center for Conversion, BICC, Bonn
  • Kristian Lempa, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ
  • Dr. Franziska Müller, Gesellschaftswissenschaften, Universität Kassel
  • Frank Gries, INISA e.V., Berlin
  • Dr. Ute Schmiedel, Biodiversität, Evolution und Ökologie, Universität Hamburg
  • Dr. Boniface Mabanza, Koordinator Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA), Heidelberg

Programmdownload "Natürliche Ressourcen im Südlichen Afrika, Würzburg

Zur Anmeldung Frankenwarte

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07.02.2017: Südafrika – 20 Jahre demokratische Verfassung, Berlin

07.02.2017: Südafrika – 20 Jahre demokratische Verfassung, Berlin

BERLINER AFRIKAKREIS

Liebe Afrikainteressierte,

hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA) und der Society for International Development (SID-Berlin) in Kooperation mit dem Berliner Afrikahaus ein.

Südafrika – 20 Jahre demokratische Verfassung - Übertriebene Erwartungen, enttäuschte Hoffnungen?

Dienstag, 7. Februar 2017, 19:00 - 20:30 Uhr Afrika-Haus Berlin, Bochumer Straße 25, 10555 Berlin (U-Bahn Turmstraße)

Referenten:

Renate Wilke-Launer Journalistin (u.a. „Katerstimmung am Kap“)
Dr. Arndt Hopfmann Referent (Zentrum für internationalen Dialog und Zusammenarbeit, Rosa-LuxemburgStiftung)
Andreas Quasten Consultant (Referent (Referat Afrika, Friedrich-Ebert-Stiftung; vormals Büro Südafrika)

Moderation: Dr. Sebastian Seedorf Jurist (Initiative Südliches Afrika (INISA) e.V.)

Einladung_INISA_Afrikakreis_Suedafrika_Verfassung_7.2.17.pdf

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Ernennung der aktuellen INISA Stipendiaten 2016

Ernennung der aktuellen INISA Stipendiaten 2016

Die diesjährigen INISA Stipendiaten heißen Nontumekelelo Magwa und Elphas Toringep. Beide studieren an der University of Cape Town. Wir wollen Nontumekelelo und Elphas helfen, auf ihrem Weg weiter zu gehen und einen Beitrag zur Zukunft des südlichen Afrikas zu leisten. Diese Unterstützung ist dringend nötig: Studiengebühren von etwa 25.000 Rand im Studienjahr bilden für viele talentierte junge Afrikanerinnen und Afrikaner eine kaum überwindbare Hürde.

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09.11.2016: Sambia – Rohstoffreichtum und Verschuldung, Berlin

09.11.2016: Sambia – Rohstoffreichtum und Verschuldung, Berlin

BERLINER AFRIKAKREIS 

Liebe Afrikainteressierte,

hiermit laden wir Sie sehr herzlich zum nächsten Berliner Afrikakreis der Initiative Südliches Afrika (INISA) und der Society for International Development (SID-Berlin) in Kooperation mit Erlassjahr.de und dem Berliner Afrikahaus ein.

Sambia – Rohstoffreichtum und Verschuldung (Zambia – Resource Wealth and Debt)

Mittwoch, 9. November 2016, 19:00 - 20:30 Uhr Afrika-Haus Berlin, Bochumer Straße 25, 10555 Berlin (U-Bahn Turmstraße)

Referent: Geoffrey Chongo (Jesuit Centre for Theological Reflection, Lusaka)

Diskutant: Prof. Dr. Theo Rauch (FU Berlin)

Moderation: Frank Gries (Initiative Südliches Afrika INISA e.V.)

INISA Afrikakreis Sambia, Berlin, 09.11.2016

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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