INISA Stipendiaten 2012: Musololi Mutale und Min’enhle Ncube

INISA Stipendiaten 2012: Musololi Mutale und Min’enhle Ncube

Unsere beiden Stipendiaten des Jahres 2012 haben uns mit ihrem Werdegang und ihrer Motivation überzeugt. Min’enhle Ncube stammt aus einem Dorf im südlichen Matabeleland, Simbabwe, aus einer Bauernfamile mit kaum geregeltem Einkommen. Auch unser Stipendiat Musololi Mutale will Verbindungen in Afrika herstellen. Er studiert Bauingenieurwesen an der an der Witwatersrand University in Johannesburg.

Ein Bruder von ihr musste aus politischen Gründen 2008 das Land verlassen. Seit 2011 studiert Min’enhle Sozialwissenschaften (Schwerpunkt Sozialentwicklung) und Französisch an der Universität Kapstadt. Min’enhle hat sich für diese Studienfächer entschieden, weil sie die Entwicklung vor allem in den ländlichen Gebieten Afrikas fördern möchte. Sie beschreibt, dass ein Grund für die Armut in ihrer Heimatregion die zunehmende Abholzung sei, weil die Menschen zu wenig vom Zusammenhang zwischen einer intakten Umwelt und ihren eigenen Lebensgrundlagen verstünden. Sie will dazu beitragen, dass dieses Verständnis in Afrika wächst. Und seit ihr klar geworden sei, wie viele Afrikaner Französisch sprächen, wollte sie unbedingt diese Sprache lernen, da nur ein kontinentweiter Austausch Afrikas Entwicklung möglich macht. In ihrer Freizeit leitet die musikbegeisterte Min’enhle einen Schulchor im Kapstädter Township Philippi.

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Foto: Min'enhle Ncube mit INISA-Mitglied Benjamin Rösiger in Kapstadt)


Auch unser Stipendiat Musololi Mutale (Bild oben mit Ralf Herrmann vom DAAD in Johannesburg) will Verbindungen in Afrika herstellen. Er studiert Bauingenieurwesen an der an der Witwatersrand University in Johannesburg. Musololi wuchs ebenfalls in Simbabwe auf, seine Familie stammt aus der Nähe des Karibasee. Er berichtet, dass er als Kind schon davon geträumt habe, eine Brücke über den See zu bauen, damit sich seine an den verschiedenen Ufern lebende Familie leichter begegnen kann. Noch heute hat er den Eindruck, dass schlechte Verkehrswege ein großes Hindernis für die Entwicklung afrikanischer Länder sind, wirtschaftlich und politisch. Musololi hat Freude an der sozialen Relevanz von Bauprojekten. Schon kleine Maßnahmen – etwa der schnelle Wiederaufbau einer von einem Hochwasser zerstörten Brücke über einen Bach – könnten die Lebensbedingungen von zahlreichen Menschen massiv verbessern. In seiner Freizeit ist Musololi in einem Tutorienprogramm für Studienanfänger aktiv.

Wir möchten auch im kommenden Jahr wieder mindestens zwei Studierende im südlichen Afrika unterstützen. Studiengebühren von etwa 2.000 € im Studienjahr bilden für viele talentierte junge Afrikaner eine kaum überwindbare Hürde. Dank der langjährigen guten Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), der unsere Ausschreibung über sein Lektorennetzwerk und über die Financial Aid Offices der Unis weiterleitet und bewirbt, findet unsere Ausschreibung eine weite Verbreitung. Zudem hilft uns der DAAD bei einer ordnungsgemäßen Abwicklung des Stipendienprogramms und bei der persönlichen Betreuung der Stipendiaten vor Ort.

Für Ihre bisherige Unterstützung möchten wir uns auch im Namen von Min’enhle und Musololi herzlich bedanken.

Bitte unterstützen Sie uns weiterhin mit Ihrer Spende, denn unsere Stipendiaten sind auf Ihre Hilfe angewiesen. Dabei können Sie sich darauf verlassen, dass Ihre Spende zu 100 Prozent dem Studium der Stipendiaten zugutekommt, da die INISA vollständig ehrenamtlich arbeitet und keinerlei Verwaltungskosten anfallen.

Bitte überweisen Sie Ihre Spende auf das Konto der

Initiative Südliches Afrika
Kontonummer 7436
Sparkasse Holstein
BLZ 213 522 40

Spenden sind steuerlich absetzbar, Spendenquittungen werden ausgestellt.

Wir wünschen Ihnen gesegnete Weihnachten.

Herzliche Grüße

Andreas Baumert
- Vorsitzender -

Sebastian Seedorf
- Stipendienkoordinator -

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