Februar 2015 - INISA feiert 20 Jahre Vereinsarbeit! Ein Grußwort und Rückblick des "Gründungsvorsitzenden" Heiko Krause

Februar 2015 - INISA feiert 20 Jahre Vereinsarbeit! Ein Grußwort und Rückblick des "Gründungsvorsitzenden" Heiko Krause

Liebe Besucher, liebe Mitglieder der INISA,

am 11. Februar 1995 wurde die Initiative Südliches Afrika in Hamburg gegründet. Etwa zehn Personen hatten in den Monaten zuvor die Idee entwickelt und an der Satzung gearbeitet. Den „Gründungsvorstand“ bildeten Heiko Krause, Markus Schulz, Andrea Walter, Frank Fiedler und Jan Kahnt. Neben den Genannten sind Barbara Kruse, Jens Müßigbrodt und Jens Triebel zu nennen, die die Satzung mit unterzeichneten. Was war die damalige Motivation... ?

Auch 1995 war das Feld der afrikabezogenen Organisationen schon weit und groß. INISA sollte anders sein, einen anderen Aspekt in den Focus nehmen als die zahlreichen Solidaritätsbewegungen auf der einen und die konservativen „Freundschaftsorganisationen“ auf der anderen Seite. So wie es in jener Zeit in Südafrika zu geschichtsträchtigen Überwindungen des Rassendenkens und zur Demokratisierung kam, so wollten auch wir uns nicht in eine der gängigen ideologischen Schubladen stecken lassen.

INISAs commitment war, Veranstaltungen mit interessanten Referenten des gesamtenpolitischen Spektrums zu liefern. Zweitens haben wir den Blick auf das südliche Afrika geweitet, auch wenn viele INISA-Mitglieder leidenschaftliche Südafrika-Fans sind. So wie Deutschland ein Teil EU-Europas ist, so ist Südafrika ein Teil der wirtschaftlichen und politischen Gemeinschaft des südlichen Afrikas. Soweit die Theorie - die Realität sieht auf beiden Kontinenten leider anders aus. Die dritte Säule der INISA ist das erfolgreiche Stipendienprogramm für Studierende aus Südafrika. Markus Schulz und ich haben es bei einem langen Rheinspaziergang in Bonn erdacht – danke Markus!

Mit Lungisani Mhlophe kam am 28. August 1997 der erste Stipendiat nach Deutschland. Er war für das Programm ein Glücksfall, der uns ermunterte, weiterzumachen. Später wurde das Programm – völlig zu Recht – vom Studienaufenthalt in Deutschland zur Förderung an südafrikanischen Unis umgestrickt, was Kosten senkte und die Zahl der Stipendiaten erhöhte. Das INISA-Stipendium ist – neben dem Berliner Afrika-Kreis und den Seminaren – ein Qualitätsmerkmal der INISA. Mein größter Wunsch wäre, ein Alumni-Netzwerk der ehemaligen Stipendiaten aufzubauen. Nun ja, es muss ja noch Aufgaben für die Zukunft geben!

INISA hat die Gründungsphase lange hinter sich gelassen und ist fester Bestandteil der Afrika-Szene Deutschlands. Mein Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Mitstreitern, den Vorsitzenden und Vorstandsmitgliedern und – das möchte ich besonders hervorheben – den peniblen Schatzmeistern. Schatzmeister ist in vielen Vereinen der unbeliebteste Job – und der wichtigste! Mein exzellenter Schatzmeister Frank Fiedler hat mich mehrfach von kostenträchtigen „Visionen“ auf den Boden der Realität geholt und damit eine Tradition begründet, der alle INISA-Schatzmeister treu geblieben sind. 20 Jahre INISA sind ein Grund zum Feiern. Ich bin dankbar, dass ich zu dieser Erfolgsgeschichte einen Beitrag leisten durfte und wünsche „meiner, unserer“ INISA viel Glück und Erfolg für die nächsten 20 Jahre.

Heiko Krause

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